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Glossar

Schulsport


Schulkarate / Karate als Schulsport im DKV
Die ersten Schulsportreferenten (SR) des DKV Im Jahre 1996 wurden erstmals in der Geschichte des DKV ein Schulsportreferent und ein Stellvertreter gewählt. Die beiden zu diesem Zeitpunkt bundesweit ersten Landesverbands-SR wurden dann auch in die Bundesfunktionen gewählt: Andreas Schölz (SR des BKB) und Ralf Brünig (SR des KVBW) zu seinem Stellvertreter. Nach dem Tod von A. Schölz im September 1999 führte R. Brünig das Schulsportreferat kommissarisch weiter, um dann im April 2000 zum DKV-SR gewählt zu werden, die Funktion eines Stellvertreters war zwischenzeitlich gestrichen worden. Mit Beschluss der Bundesversammlung 2005 wurde ein eigenständiges Schulsport-Referat eingerichtet, der Schulsportreferent wurde Mitglied des Erweiterten Präsidiums des DKV.

Karate-Do und Sound-Karate im Schulsport Bis zur Adaption des „Schulsport Projekt Multimedia/Sound-Karate“ des italienischen Karateverbandes durch den DKV-SR für das deutsche Schulwesen war Karate-Do der einzig mögliche Unterrichtsinhalt. Nur in Bayern war, mit einigen Einschränkungen, schulischer Karateunterricht in Karate-Do möglich. In allen anderen Bundesländern war dies unter Verweis auf den bis heute (2006) gültigen KMK-Beschluss aus den Jahren 1993/2001, der „Sportarten mit gefährlichen Schlagtechniken“ im Schulsport verbietet, nur in geringem Umfang möglich. Mit Einführung des DKV-Sound-Karate konnten ab 2001, beginnend in Baden-Württemberg, zunehmend mehr Landes-Kultusministerien davon überzeugt werden, dass die Sound-Karate-Konzeption aufgrund ihrer Inhalte nicht im Widerspruch zu den KMK-Beschlüssen steht. Die pädagogische Relevanz des Schulkarate Schulischer Unterricht in Karate-Do und in Sound-Karate bedeutet immer auch: - Erziehung zu Kontrolle, Selbstdisziplin und Fairness durch Verzicht auf Trefferwirkung und überflüssigen Körperkontakt - Erziehung zu Höflichkeit und Achtung des Partners durch Ausübung und Pflege von Etikette und Zeremoniell - Erziehung zu Konzentration und Ausgeglichenheit durch Erhaltung, Übung und Vertiefung der meditativen Elemente - Erziehung zu Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein durch Überwindung von Angst, durch Vertrauen in das eigene Können - Erziehung zu Übernahme von Verantwortung durch Beachtung der eigenen Unversehrtheit und der des Partners - Erziehung zum Verzicht auf Gewaltausübung durch Karate immanentes Anti-Aggressivitätstraining Deshalb wird schulischer Karateunterricht als ein wirkungsvolles pädagogisches Instrument angesehen und zunehmend genutzt. Ralf Brünig, DKV-Schulsportreferent 9/2006

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