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Glossar

Karatelehrer


Kurzbeschreibung Karatelehrerausbildung
Im Rahmen einer erneuerten Lehrkonzeption des DKV sind in den letzten Jahren aus dem Bereich des Breitensports Ausbildungsgänge erwachsen, die vielfältige Interessen der Karateka aufgreifen und auch Inhalte des Karate-Do außerhalb einer rein sportlichen Ausrichtung erschließen sollen. Neben den so entstandenen Ausbildungsrichtungen Gesundheit, Selbstverteidigung und Vereinsmanagement hat sich auch der „Karatelehrer“ etabliert.

Die Lehrkonzeption „Karatelehrer/in“ setzt die Inhalte der C- oder F-Übungsleiterausbildung des DKV voraus und wendet sich an aufgeschlossene Karateka über 30 Jahre mit der Mindestgraduierung 2. Dan. Sie sollen auf der Basis ihrer bisher erworbenen Kompetenzen an der Vertiefung und Erweiterung ihrer Kampfkunstkenntnisse in Theorie und Praxis interessiert sein und auch die Bereitschaft zur Weitervermittlung der hier angebotenen Inhalte zeigen.

Die Ausbildung zum „Karatelehrer“ umfasst vier Wochenenden, die gemäß den vier Jahreszeiten über das ganze Jahr verteilt werden. In Ergänzung und Erweiterung einer wettkampfsportlichen Auffassung des Karate werden vorwiegend Hintergrundthemen der Kampfkunst Karate-Do vorgestellt, die in der sportlich hochentwickelten Trainerausbildung notwendigerweise wenig Raum finden.

Ihr struktureller Aufbau orientiert sich an der alten europäisch-asiatischen Lehre der vier (bzw. fünf) Elemente „Erde“ (statisch-stark), „Wasser“ (fließend-reaktiv), „Feuer“ (aggressiv-dynamisch) und „Wind“ (frei-beweglich), die für theoretische und praktische Inhalte der Kampfkunst als Zuordnungsmuster dienen.

In jeweils ca.15 Unterrichtseinheiten (á 45 min.) pro Wochenende werden Hintergrundwissen, Philosophie, Karatepraxis, Kata Anwendung, Gesundheitsförderung, zielgruppenorientierte Karatepädagogik, exemplarische Einführungen in andere Kampfkünste, Selbstverteidigung sowie Meditation/Entspannung von kompetenten Referenten vorgestellt und durch die Teilnehmer/Innen theoretisch/praktisch erarbeitet.

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Nach erfolgreicher Beendigung der Ausbildung, die mit einem Prüfungsgespräch abgeschlossen wird, erhalten die Teilnehmer/Innen das Diplom „Karatelehrer“. In begründeten Ausnahmefällen können einzelne Teilnehmer/Innen ein versäumtes Wochenende im Folgejahr nachholen. Als Seminarort sind die Räumlichkeiten des LSB Hessen in Frankfurt/Main vorgesehen.

Der DOSB hat die Ausbildung auf B-Übungsleiterebene anerkannt.

Eine schwerpunktmäßige individuelle Weiterbildung gemäß den jeweils eigenen Interessen (Literatur, Lehrgänge, weitere DKV Ausbildungen etc.) wird angeregt und empfohlen, da die einzelnen hochkomplexen Themengebiete nur einführend erschlossen, keineswegs aber umfassend behandelt werden können.

Die Beschäftigung mit einem 5. Element „Leere“ (das sehr flexibel mit Inhalten „gefüllt“ werden kann) wird in einem jeweils jährlich angebotenen Fortbildungswochenende für interessierte Karatelehrer durchgeführt.

Aufgrund des steigenden Interesses wird seit dem Jahr 2006 jährlich ein zweites Fortbildungswochenende als „Forum für Karatelehrer/Innen“ durchgeführt. Es soll ausschließlich von engagierten ehemaligen Absolvent/Innen gestaltet werden, die sich gemäß der Grundkonzeption in ihren jeweiligen Interessensgebieten weiterentwickelt haben und ihre Themen innerhalb des Teilnehmerkreises vorstellen möchten.

Beauftragt mit Konzeption und Durchführung der Seminare ist seit dem Jahr 2000 Dr. Axel Binhack, 4. Dan Shotokan, der dabei mit wechselnden Referenten und Experten aus dem Umfeld des Karate-Do und anderen Kampfkünsten zusammenarbeitet. Ausgehend von einigen früheren Anläufen zum Karatelehrer hat er die Ausbildung neu konzipiert und anhand der Elementenlehre in einen inneren Zusammenhang gestellt.

Vereine können ihre jeweiligen Interessenten bis spätestens Mitte Januar des geplanten Teilnahmejahres über die Bundesgeschäftsstelle anmelden. Aufgrund der großen Nachfrage wird allerdings eine Anmeldung ab dem Sommer des jeweiligen Vorjahres empfohlen.

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