Impressum | Startseite  | Besucher: 1083699 

57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17
>
  

 

Glossar

Shorin Ryu Siu Sin Kan


"Flexible Kiefernschule". Die sanfte, leichte Schule des Okinawa-Te, die aus dem Shuri-Te und Tomari-Te entwickelt wurde. Im Gegensatz zu Shorei-Ryu beinhaltet das Shorin-Ryu-Karate leichte, schnelle Bewegungen und eignet sich daher für kleine, leichte Kämpfer. Gichin Funakoshi teilte dem Shorin-Ryu folgende Kata zu: Taikyoku, Heian, Bassai, Kanku, Enpi und Gangaku Seine Bezeichnung erhielt der Stil erstmals 1928 vom okinawnischen Meister Chibana. Ihren Namen hat die Schule durch ihren chinesischen Ursprung, dem Shaolin-Kloster, in dem das Chuan Fa oder auch Shaolin-Kung-Fu entstanden ist (Shorin ist die japanische Bezeichnung von Shaolin).

Aus: Karate - die offiziellen Regeln, Falken-Verlag

Der moderne Shorin Ryu Karatestil wurde in der jüngeren Zeit in Malaysia entwickelt. Die Karatekas lernten ab 1960 die Techniken und Kata von wechselnden Trainern und aus verschiedenen Stilen wie Shito Ryu, Shotokan, Goju Ryu und Keishinkan. Erst von 1967 - 1970, als fünf Trainer des Keisinkan unter Leitung des Cheftrainers Takazawa für längere Zeit in Malaysia blieben und dort die Ausbildung übernahmen, wurde hauptsächlich der Keishinkan- Stil verbreitet. Als Chin Mok Sung (inzwischen 8. Dan Karate, 6. Dan Kobudo) etwa 1969 für ein Jahr nach Okinawa ging, lernte er dort den Shorin Ryu Seibukan Stil kennen. Von Zenpo Shimabukuru, der später auch einige Zeit in Malysia trainierte, erlernte er dort die neuen Kata des Shorin Ryu. Von dem neuen Stil überzeugt, setzte er sich dafür ein, diesen auch in Malaysia zu verbreiten. Da jedoch in den Jahren zuvor bereits Kata aus anderen Stilen trainiert wurde, die von Chin Mok Sung nicht aufgegeben werden wollten, wurden diese Katas auch weiterhin beibehalten. Nach Absprache mit Zenpo Shimabukuru und seiner Rückkehr nach Malaysia gründete Chin Mok Sung zusammen mit Neo Ho Tong (inzwischen 6. Dan Karate, 3. Dan Kobudo) die Stilrichtung "International Shorin Ryu Seibukan" als neuen Stil, in dem alle diese bisher erlernten Techniken und Katas zusammengefaßt waren. Innerhalb von fünf Jahren wurde dieser Stil zum größten Karate-Stil in Malaysia und ist dies bis heute auch geblieben. Im Laufe der Siebziger Jahre entsandte Chin Mok Sung einige seiner Schüler in verschiedene Teile der Welt, um für die Verbreitung dieses Stils zu sorgen. So wird seitdem das "International Shorin Ryu Seibukan" Karate u.a. in Indien, Neuseeland, Südafrika, Dänemark, England, Deutschland, Schweiz und den USA trainiert. 1979 wurde beschlossen, den Stil innerhalb Europas in "Shorin Ryu Siu Sin Kan" (Siu Sin Kan = Schule, die das Herz / den Charakter entwickelt) umzubennen und von Malaysia unabhängig zu machen. Als Leiter des Stils wurde Neo Ho Tong eingesetzt, der daraufhin nach Regensburg kam. Der Stil Shorin Ryu Siu Sin Kan wird von Neo Ho Tong geleitet und hat sich von anfangs vier Dojos (1982) auf jetzt neun Dojos (1996) hauptsächlich in der Oberpfalz erweitert. Als wesentliches Element gehört das Kobudo zu dem Stil. so wird für jeden neuen Dan-Grad zusätzlich eine Kata einer anderen Waffe verlangt. Hauptsächlich verbreitet sind Bo, Tonfa, Sai und Kama, welche von den Dantträgern unseres Stils beherrscht werden müssen. Bezüglich der Karate-Kata herrscht beei unseren Stufen (Heian, Tekki) starke Ähhnlichkeit zu den Kata des Shotokan-Stil, während die höheren Kata vor allem durch das Okinawa-Karate geprägt sind. Als Meister unseres Stils sind Neo Ho Tong (6. Dan), Horst Bresele (5. Dan), Josef Niklas (4. Dan), Roman Lutz (3. Dan) und Simone Braun (1. Dan) aktiv. Stilrichtungsleiter Neo Ho Tong wurde am 10.12.1946 in Malaysia geboren, begann 1963 mit dem Karate-Training und erwarb dort 1968 den 1. Dan im Keishinkan. Es folgte der 2. Dan im Keishinkan, während die weiteren Dan-Grade bei Prüfungen in Malaysia von okinawanischen Shorin Ryu Meistern in Japan abgenommen wurden. Krankheitsbedingt erfolgte von 1990 - 1992 für das eigene Training eine längere Pause, während er seitdem auf den 6. Dan trainierte, den er im August 1996 in Okinawa erfolgreich bestanden hat. Horst Bresele, Stilrichtungsreferent Shorin Ryu Siu Sin Kan

Zurück